Montag, 16. Juli 2012

Filmkritik Spiderman (2012)

Bevor ich anfange, hier ist der Link zum Vid von heute morgen :D

Ja, es gibt viele erste Male im Leben und heute bekam ich eine Einführung in 'Wie gucke ich einen Film in 3D?':


Lektion 1: Gewöhn dich langsam dran - am Anfang isses echt komisch, aber dann geht es.

Lektion 2: Ein 3D-Film ist kein Wackelbild, auch wenn es durch die unscharfen Hintergründe und die scharfen (im Sinne von kontrastreich, nich von ficken-wollen) Protagonisten so aussieht.

Lektion 3: Nimm gefälligst Kontaktlinsen, auch wenn sie teuer und unangenehm sind - aber die 3D-Brillen sind nich dafür ausgelegt, über eine stylische Hornbrille gesetzt zu werden!

Lektion 4: Mach keinen Stress! Auch wenn alle sagen, dass man einen 3D-Film nich ohne Brille sehen kann, ist das ein Irrtum - wenn man nich grade einen Animationsfilm guckt, sind die meistens Bilder so scharf, dass man den Film auch ohne Brille problemlos gucken kann - sicher, manche Szene sind schon geil, aber vielfach empfand ich es nich als lohneswert.

Und nun zum Film:

Wenn selbst Mega-Fernseh-Kritiker Hans-Ulrich Pönack einen Film über den grünen Klee lobt, lohnt es sich, mal rein zu gehen - und ja, einfach, weil ich Spiderman mag :D

Natürlich muss sich der neue Film immer an den alten (und den Comics, aber die hab ich leider nich gelesen) messen lassen, aber schon inhaltlich hinkt der Vergleich - sie sind einfach zu unterschiedlich :D

Andrew Garfield will als schüchterner Außenseiter, ähnlich wie Toby Maguire, nicht richtig wirken, sein Humor kommt zwar rüber, wirkt aber aufgesetzt. Ich glaube, er könnte gut einen Bösewicht spielen! Emma Stone hat schon Minuspunkte, weil ich ihre flache, breite Zahnreihe verabscheue, irgendwie hätte ich lieber Amanda Seyfried gesehen - nix desto trotz war ihr Spiel echt gut, besonders der Blick in der vorletzten Szene, bei dem man nicht richtig rauslesen kann, ob sie lächelt oder kampflustig ist, ob sie resigniert, akezptiert oder kämpfen will, war genial!

Völlig überrascht hat mich Chris Zylka, den wir sonst als dummes, aber unglaublich schönes Möchtegernmodel in der Serie '10 Dinge, die ich an dir hasse' kennen - er spielt den überheblichen, aber eigentlich ganz netten Flash ziemlich warmherzig und authentisch.

Auch Rhys Ifans war genial: Nicht-Kinogängern als verschrobener Mitwohner in Notting Hill oder als alter Mann in den Harry Potter Filmen bekannt, gibt dieser Mann Fiesling Dr. Conners Tiefe und Herz. Auch wenn seine Motive (will er seinen Arm oder doch die Macht oder nur seinen Arsch retten?) nicht immer klar ersichtlich sind.

Den Rest des Casts spare ich mir, aber er war gut.

Inhaltlich war der Film wirklich gut, es gab mehr Comedy, mehr Drama, allgemein wirkte es runder, dreidimensional xD So sieht man zB, wie Spiderman sein Kostüm näht oder mit Gwen flirtet. Besonders hier fällt auf, dass Szenen nicht zugunsten einer perfekten Dramaturgie gekürzt, sondern wirklich ausgespielt werden! Unvergleichlich die Szene, in der Spiderman kämpft, während der Mann in der Bibliothek (Cameo-Auftritt Stan Lees) zu klassischer Musik seelenruhig seine Bücher sortiert!

Auch die Computergrafik hat mich nicht so sehr gestört, sie war einfach gut eingebunden.

Leider war die Einleitung etwas lang, die Spinnenfäden, die er aus der Dose nimmt, sind nich so toll und manches ist einfach kitschig.

Alles in allem: trotz Emma Stone, die gegen Kirsten Dunst nich ankommt, und dem fehlenden (?) 'Aus großer Macht folgt große Verantwortung' ist der Film etwas besser als die andere Spiderman-Triologie - und es gibt sogar einen Cliffy - obwohl die Selbstgespräche Dr. Connors stark an die des Grünen Koboldes erinnern (war das Hommage, Referenz oder einfach nur öde?) - dann sind wir mal gespannt, ob Gwen irgendwann stirbt, Spiderman doch noch mit Mary-Jane zusammen kommt und seine Tante einen neuen Mann findet xD Noch irgendwelche Vorschläge?

Also: reingehen, eine gute Freundin mitnehmen und Spaß haben :D

Kommentare:

  1. Sehr lustig geschrieben! Die neuen Spiderman Filme hab ich leider nicht gesehen, bin nach denen mit Tobey Maguire ausgestiegen und generell nicht so ein Fan von den ganzen Reboots und Remakes, besonders wenn die anderen Teile erst ein paar Jahre zurück liegen

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    1. Sagen wir es mal so: ich mag tobey maguire :-) Übrigens habe ich mich zwischenzeitlich an 3D gewöhnt :-)

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  2. Ich liebe Superhelden aeit meiner Kindheit. Damals stand noch "Die Spinne" auf den Covern.
    Die erste Filmreihe mit Toby Maguire hab ich alle gesehen und fand sie siper. Er war ein prima Peter Parker. Aber da die neue Filme schon sehr kurz nach der ersten kam, hab ich mich da irgendwie nicht dran getraut und bisher auch nicht geschaut.
    Im Moment sind mir andere Helden lieber. Meine Lieblinge laufen im TV und heissen Kara und Barry alias Supergirl und Flash.

    LG, der Marco
    #BLOKOSO

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    1. "Supergirl" ist eine der wenige Fantasy-Serien, die ich gerne gucke. Vor allem wegen Cyler Leigh. Ob mir Taylor Hoechlin als Superman gefällt, weiß ich aber nicht - ich habe ihn immer noch als Figur aus "eine himmlische Familie" im Kopf.

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