Donnerstag, 29. November 2012

Zwischendrin: Industriearchitektur in Sachsen

Da ich mein Handy-Übertragungskabel verbummelt habe, kommt hier, völlig fotolos, ein Bericht über die Fotoausstellung 'Industriearchitektur in Sachsen' in den Technischen Sammlungen Dresden.


Was sind die Technischen Sammlungen?

Es handelt sich um ein Museum im Dresdner Osten, das in einem alten Gebäude beheimatet ist und sich mit Technik bzw. Naturwissenschaften beschäftigt. Man findet dort Experimentierfelder, um die Geheimnisse der Physik zu erforschen. Außerdem gibt es eine Licht- und eine Schreibmaschinen- sowie eine Feuerausstellung. Des Weiteren werden im Erdgeschoss ca. 2 x jährlich Fotos gezeigt. Nach der Makro-Fotografie vor einiger Zeit widmet man sich nun der Architektur.

Der Eintritt ist freitags ab 12 Uhr übrigens frei, weiter Infos zu Öffnungszeiten und Preisen findet ihr hier.

Die Ausstellung

Die Fotos befinden sich in einem ca. 6 x 6 m großen Raum und sind nach Regierungsbezirken bzw. Regionen (Dresden, Chemnitz, Leipzig) gegliedert. Unter jedem Foto findet man Name und Ort der Aufnahme. Viele Bauten existieren noch, manche wurden bereits abgerissen.

Zur Ausstellung gibt es einen laminierten Katalog, den man während des Rundgangs durchblättern kann. Er gibt die Reihenfolge der Bilder vor, auch wenn manches vertauscht wurde. Zu jedem Gebäude findet man Architekt, Baustil, Jahr sowie damalige und heutige Nutzung.

Auf mich wirkt der Katalog etwas kalt; die Informationen sind sehr sachlich und mit nur wenige Absätzen präsentiert, sie scheinen aneinander geklebt. Außerdem ist man auf den Katalog angewiesen, da die Fotos nur sehr wenig beschriftet sind.

Die Gliederung der Bilder nach Regionen finde ich ungünstig, da mich mehr die Stile interessieren. So ist der regionale Bezug stärker und oft stehen Besucher davor und überlegen, wo sich der Ort befindet.

Problematisch ist auch, dass man von manchen Gebäuden nur Teile sieht oder, ganz im Gegenteil, Details fehlen.

Die Fotos sind schön, man entdeckt Neues, und sie sind einfach gut geschossen. Besonders das Bild aus der Zentrale des Kraftwerks Mitte, das man sieht, wenn man den Ausstellungsraum betritt, ist toll. Auch wenn der Raum verlassen wirkt, alt und irgendwie gruslig, kommen Farben und Formen durch die Perspektive sehr gut rüber. Es ist einfach toll.

Ergänzt werden die Fotos durch Stoffbahnen mit Infos, die ich leider nicht lesen konnte, weil die Zeit so schnell verstrich. Ich konnte aber den regionalen Schwerpunkt bestätigt sehen.

Fazit

Die Ausstellung ist - sry - eher auf alte Leute ausgelegt, die in Erinnerungen schwelgen, die Geschichte und Architektur stehen im Hintergrund.  Es ist sind schöne Bilder, sehr spannend und vielfältig. Aber mir fehlte eine Richtung. Und dass man auf den Katalog angewiesen ist, ist sehr fies.

Ich glaube, als kleines Extra zum Museumsbesuch ist es ganz gut, aber nur deswegen dorthin zu kommen, das wäre nicht sinnvoll.

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