Dienstag, 25. Juni 2013

"Für alle Zeiten" von Alexander Klaws

Auf diesem Blog sollte mal wieder etwas passieren :-) Und obwohl ich eine Menge Erwähnenswertes erlebt habe, hat es nicht für ienen Blogbeitrag gereicht. Neben einen Buch von Georg Greiner habe ich einiges gelesen. Daher habe ich euch die Rezi zum zweiten Deutsch-Album vom Alexander Klaws, die ich eig. für Ciao geschrieben habe, für das Blog aufbereitet :-)

Viel Spaß beim Lesen!



Diese Rezension ist für mich eine Herzensangelegenheit, weil Alexander Klaws Potential hat und ich es interessant finde, wie er sich entwickelt.

Anfangs war er für mich - wie für viele - nur der zufällige Gewinner von DSDS, jeder hatte mit Juliette Schoppmann gerechnet, dann noch die typischen Bohlensongs, der Auftritt bei World-Idol, der von der Presse mit viel Hähme bedacht wurde (obwohl ich ihn gut fand). Mein Bruder - als kleines Kind ein perfektes Marketing-Opfer - fand ihn damals ganz toll, und so musste ich mich notgedrungen mit ihm ausgeinander setzen. Und einige Songs finde ich immer noch toll :-) Interessant wurde es aber erst, als Klaws 2008 seine erste deutschsprachige CD veröffentlichte - und dabei erstaunlich gut war. Als er dieses Jahr bei DSDS an einem Flügel saß, hat er nochmal bestätigt, dass er ernst genommen werden möchte - und obwohl der Song nicht perfekt ist, kann man ihn ernst nehmen.Ich bewundere ihn dafür, dass er keine Schlagzeilen machen musste und sich öffentlich nie beirren ließ. Anstatt sich mit der Meinung der Medien rumzuschlagen, hat er einfach Musik gemacht. Und geschauspielert (und das auch nicht schlechter es eine Telenovela erfordert).

Und da man im Radio öfter seine Stimme hört und denkt 'Den kenne ich doch - macht der noch Musik?', kommt hier die Kritik!

Hard Facts


Das Album findet man bei allen großen Musikhändlern und im Internet. Dort kostet die CD 16 EUR, als Download 8 EUR.
Ich hab es nur digital.

Hier ist das Album auf der Künstlerseite.

Allgemeines zum Album


Die Sammlung enthält 12 Songs, die durchschnittlich 3:30 min lang sind und insgesamt 41 min laufen.
Aufgrund der meist starken Drums und E-Gitarren sowie des Background-Chors würde ich es in die Kategorie 'Schlager mit Tendenz zu Pop' einordnen.Inhaltlich werden vorwiegend zwei Themen behandelt: Hoffnung und dass man ohne Partner verloren ist. Finde ich etwas einseitig. Ich hab leider noch kein reines Schlager-Album gehört, aber es ist schon wenig. Gut ist, dass es nicht um die Liebe eines Partners geht, sondern man vieles auch auf Freunde oder Familie beziehen kann.

Die Songs

 

Zurück im Leben - Das Album beginnt mit einem Stück über Zuversicht, man erwacht aus der Dunkelheit. Ein guter Anfang und passend für Alexander - denn er ist auch wieder aufgetaucht :-)

Alexander singt hier sehr gefühl- und kraftvoll und geht sogar ein bisschen hoch.Musikalisch ist das nur mittelmäßig umgesetzt: Zwar wirkt der Song sehr pathetisch, da Strophe und Refrain ähnliche Melodien haben, aber auch etwas eintönig. Das Intro mit dem elektrischen Klang passt nicht zum von ruhigen Drums dominierten Lied. Grundsätzlich gefällt mir die Melodie, sie hat eine positive Aussage :-) Nur die Haufenreime wirken sehr gewollt....

Ich glaube an Liebe - Diese Lied habe ich mal im Radio gehört, es geht um die Liebe, die man trotz Verlust braucht. Alexander versucht hier, etwas tiefer zu singen, was nicht natürlich wirkt. Mit seinen Streichern und den Drums ist es ein klassischer Lovesong, kleine Extravaganzen leistet man sich mit dem Echoeffekt im Refrain. Gut finde ich die Bridge vor dem Ende, bei der die Streicher mehr Raum einnehmen und die in der Frage mündest 'Liebt sie dich?' - eine wundervolle Steigerung!

Insgesamt folgt der Song einem bekannten Schema, aber er funktioniert. 

Das ist das Leben - Kann man leicht mit einem anderen Song verwechseln, ist aber durch die Kombination aus fröhlichem Klavierthema und dunklem Gesang in der Strophe einzigartig.

Es geht darum, trotz Rückschläge immer wieder aufzustehen. Dieser Wille wird durch die Gitarre am Ende jeder Strophe unterstützt. Der Song ist relativ flott. Die Bridge am Ende war nicht sehr gelungen, ich fand sie unnötig.Erinnert ein bisschen an Rosenstolz :-)

Du gehst mir unter die Haut - Dieser Song verarbeitet das geflügelte Wort zwar variantenreich, aber nicht besonders kreativ. Neben dem Klavier gibt es etwas Elektro und ein paar dunkle Drums.Ich finde die Haufenreime nervig... aber der Songe ist eingängig.

Der Sonne entgegen - Hier passen Botschaft und Umsetzung gut zusammen: Der Wunsch, das Glück für immer festzuhalten, wird mit einer bekannten Melodie umgesetzt, wieder klavierdominiert, etwas Gitarre. Der Song ist relativ schnell und man kann sich gut vorstellen, wie man auf einem Pferd am Strand reitet :-) 

Ohne dich - In diesem Song geht es darum, dass alles Streben ohne Liebe sinnlos ist. Alexander klingt hier sehr wahrhaft, finde ich gut :-) Unterstützt wird das durch Klavier und Gitarre, die am Ende des Refrains ein paar Einzelnoten spielen dürfen, was dem Song eine eigene Note gibt.

In allen Zeiten - Mein Lieblingssong! Sehr rockig wird hier das Thema Vertrauen umgesetzt - man ist immer füreinander da :-) Die unreinen Reime sind gut, besonders im Refrain klingen sie sehr gut! Zwar wirkt der Song besonders hier wie Schlager, weil die Drums sehr stark sind, aber ich mag die positive Ausstrahlung. 

Hab keine Angst - Ein klassischer, klavier- und drums-dominierter Song, der das Beschützer-Thema aufgreift. Auffällig ist hier der tiefe Gesang in der Strophe, während es im Refrain wieder höher wird. Interessant Steigerung.

Zurück zu dir - Ein sehr ruhiger Song, der vorm Vermissen handelt. Hauptinstrumente sind hier Klavier und Streicher - ein Lied, das auch unplugged gut funktioniert. Die Anaphern im Refrain passen gut, sie klingen sehr tief und inbrünstig :-) 

Träumer - Das Lied beginnt mit einer E-Gitarre und versinkt dann im typischen Klanggemisch aus Gitarre, Klavier und Drums. Und etwas Background-Chor :-) Es geht darum, seine Träume zu leben. Und das wurde umgesetzt, wie man es erwartet - dunkel in der Strophe und träumerisch-fordernd im Refrain.

Rette mich - Ein ruhiger Song mit tollem Gitarren- und Elektor-Thema, das am Anfang eingeführt und im Rest weitergeführt wird - eine tolle Abwechslung! Der Song klingt durch die Drums und die ansonsten spärlichen Instrumentalisierung etwas schleppend, was die Anaphern unterstützt und die Bitte um Erretung verstärkt. Gefällt mir :-) 

Danke - Das Album endet - sehr passend! - mit einer musikalischen Danksagung. Durch das dominante Klavier wirkt der Song fast hymnenhaft. Etwas weniger Text hätte es auch getan, aber naja :-)

Fazit



 

Das Album ist gut zusammengestellt, besonders Anfang und Ende sind sehr passend. Alle Songs sind eingängig. Musikalisch ist es nur bedingt abwechslungsreich, teilweise ähneln sich die Songs in der Instrumentalisierung, es gibt aber Ausnahmen. Innerhalbe der Grundthemen sind die Lieder zwar abwechslungsreich, aber diese sind an sich nicht kreativ - es gibt nur Liebe und Hoffnung :-)
Alles in allem ein gutes Pop-Album, das trotz einigem Pathos viel Fröhlichkeit und vor allem Hoffnung verbreitet.

Dennoch nicht so stark wie der Vorgänger.



1 Kommentar:

  1. Ich stimme dir zu 100 Prozent zu! Ein Album wie Alex' viertes wünsche ich mir als nächstes. PS: Interessanter Blog! Hab mir mal ein paar Einträge durchgelesen :) Gruß Sven

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