Mittwoch, 6. August 2014

Montagsfrage - Happy End erwünscht?


Hallo,

da sich die nächsten Rezensionen noch in der Vorbereitungsphase befinden*ich hasse es, wenn etwas in der Pipeline ist!*, widme mich der Montagsfrage - von letzter Woche, weil das Thema sehr interessant ist.








Die Frage


Happy End erwünscht?

Meine Antwort


Ich habe mehr Filme (und Serien) gesehen als Bücher gelesen, daher gehe ich allgemein von Geschichten aus. Und ja, ich mag Happy Ends. Beziehnungsweise ich will, dass alle Figuren am Ende ihren Frieden gefunden haben. Sie müssen am Ende nicht knutschend vorm Sonnenuntergang stehen (wäre bei mehr als zwei Charakteren auch ziemlich doof...), aber ich will das Gefühl haben, dass es ihnen gut geht. Mich beunruhigt es total, wenn das nicht klar ist. Offene Ende sind blöd :P

Eingefallen ist mir in diesem Zusammenhang Fickende Fische, den ich ihm Rahmen der AIDS-Aufklärung in der Schule gesehen habe. Am Ende, als das Mädchen die Erkrankung ihres Freundes akzeptiert hat, fahren die beiden mit einem Auto über eine Brücke und durchbrechen die Brüstung. Mich hat das lange Zeit verwirrt, fast geärgert, weil ich nicht verstanden habe, warum die beiden nicht einfach lächelnd in der Sonne stehen. Mittlerweile ist mir klar, dass es gut passt - die beiden springen mit ihrer Beziehnung "ins kalte Wasser" und keiner weiß, wie es weitergeht. Außerdem spielt das Wasser-Motiv mit seiner Schwerelosigkeit im ganzen Film eine Rolle.

Bank
Ich glaube, schöne Enden lassen uns zur Ruhe kommen. Wir haben die Helden auf ihren Höhen und Tiefen begleitet und sind irgendwann am Ende mit unseren Kräften. Manche Geschichten brauchen auch ein positives Ende, weil man sonst das Geschehen davor nicht verkraftet. Offene oder traurige Enden regen uns zum Denken an. Besonders gut funktioniert das bei Geschichten, in denen ein Konflikt dominiert. Würde dieser am Ende positiv aufgeklärt werden, wären wir enttäuscht.

Im Gedächtnis geblieben ist mir dabei Butterfly Effect, bei dem man sich streiten kann, ob die Hauptfigur das schöne Ende (in dem er seine Freundin bekommt) oder das unschöne (in dem er sich aufopfert) erleben soll. Ich bin für die letzte Version, weil sie nicht nur aufklärt, sondern das Geschehen logisch zuende führt. Hier würde ein Happy End nur stören.

Manchmal muss man wohl hinfallen, um wieder aufzustehen. Oder niesen, damit es aufhört, in der Nase zu krabbeln :-)

Kommentare:

  1. Ich finde auch, dass man schöne oder zumindest nachvollziehbare Endings braucht um zur Ruhe zu kommen. Jedenfalls mag ich solche Geschichten, ob als Buch oder Film, deutlich lieber.

    LG
    Tina

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    1. Das ist ein interessanter Gedanke! Aber ich glaube, nach manchen Büchern kommt man nich zur Ruhe, sondern muss viel, viele nachdenken - das ist aber so beobsichtigt. Gerade, wenn es etwas tiefer wird. DAnn schlittert man am Ende in die Katastrophe und grübelt xD

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  2. Deine Gedanken sind sehr interessant - du hast recht, wenn ein Ende nicht so fröhlich ist oder offen, wird man viel mehr zum Nachdenken angeregt und verarbeitet die Geschichte viel länger und intensiver.
    Aber so ab und an darfs auch mal glücklich sein ^^

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    1. Natürlich :P Obwohl ich micih grade frage, ob "Sie schlugen sich und schlugen sich" bei 50 Shades ein negatives oder nicht doch ein positives Ende wäre :P

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  3. Interessante Argument! In einigem bin ich Deiner Meinung :-)

    Schönen Blog hast Du. Wollte per GFC folgen, aber das geht gerade mal wieder nicht. Wohl ein Google-Problem.
    Habe Deinen Blog aber in meine Blogroll gesetzt und in meinen Feed-Reader gepackt.

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Oh, das freut mich :-) Danke! Wo bist du nich meiner Meinung?

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  4. Ich liebe Happyends - denn ohne muss ich immer ständig über das Ende nachdenken und wie es weiter gehen könnte, dann denke ich mir im Kopf mein Happy End. Aber mir ist ein offenes Ende lieber als mein nicht gewünschtes Ende:)

    Liebst, Sarah!
    www.forever-blondie.net

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    1. Oh, das ist schade. Wenn ein Buch beendet ist, ist es beendet. Dann trauere ich noch kurz, dass der Weg aufhört und dann ist wieder alles gut :P

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  5. Ich finde gerade offene Enden interessanter. Klar sind HappyEnds immer schöner und herzzerreißender, aber man denkt dann nicht mehr über das Buch nach. Man schlägt es zu, kauft sich ein neues oder fängt im Anschluss gleich mit einem neuen an. Bei einem offenen Ende oder einem schlechten Ende, denke ich persönlich noch lange über das Buch nach und frage mich manchmal, ob ich deren Inhalt überhaupt verstanden habe. ^^ Und das der Auto den Leser damit so "alleine" lässt - in seinen Gedanken und in seiner Verwunderung - genau das macht ein Buch auch interessant.

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    1. Mich ärgert das :-) Ich denke über viele Bücher nach - das hat nichts mit dem Ende zu tun. Aber... richtig gut war ein Buch, wenn es lange im Kopf bleibt... Bei manchen Rezis frage ich mich, ob ich das Buch wirklcih gelesen habe XD

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