Sonntag, 1. Februar 2015

"Die Krieger des Horns" von Josefine Gottwald

Krieger des Horns - Andy
Hallo!

Die Blogtour ist vorbei, spannende Infos wurden präsentiert und alles haben Spaß gehabt. Bleibt die zentrale Frage - Wie hat mir das Buch gefallen? Die Antwort drauf und auf viele andere Fragen, die ich noch nicht gestellt habe, findet ihr in der Rezension!





Bevor es losgeht, hier eine Liste der teilnehmenden Blogs/Beiträge:

Evys Wunderkiste - Coverentstehung
                                 Interview mit Josefine (Autorin) und Tobias (Cover)

Literatwo - ein Gespräch über das Buch

Conjanrw - Interview mit der Autorin
                   Rezension

Jemo Kohiri - Charaktere
A literary passion - die Buchreihe


Allgemeines

 

Das E-Book ist in vielen Onlineshops erhältlich und kostet 2,50 EUR. Es hat ca. 160 Seiten.

Die Buchreihe "Die Krieger des Horns" wurde von Josefine Gottwald verfasst und erschien ab 2003 im Machtwortverlag. Jetzt werden die Bücher wieder veröffentlicht - überarbeitet und mit neuem Cover von Tobias Roetsch.

Krieger des Horns - Brendan
Die Autorin


Josefine Gottwald wurde 1988 in Jena geboren und begeisterte sich schon früh fürs Schreiben. Mit 14 veröffentliche sie ihren ersten Roman "Die Krieger des Horns". Während ihres Studiums vertiefte die spätere Diplombiologin ihre Kenntnisse und schreib für verschiedene Zeitungen. Während ihrer Elternzeit ließ sie sich zur Online-Redakteurin ausbilden und arbeitet seitdem als Journalistin. Josefine Gottwald lebt in Dresden.

Weitere Infos gibt es auf der Autorenseite.

Inhalt


Die Geschichte beginnt mit Piper, die mit ihrer Mutter vom bunten Kalifornien ins beschauliche Texas zieht. Während sie versucht sich einzuleben, hört sie von der Legende der "Krieger des Horns" Diese sollen die Einhörner gegen Feinde verteidigen und die Welt von allem Bösen befreien. Langsam wird Piper ein Teil dieser Legende, findet neue Freunde und muss über sich hinauswachsen.

Das Cover


Das Titelbild besticht durch seine Kontraste: Die hellen Flammen rahmen den dunklen Hintergrund ein, dazwischen sieht man den Titel. Sehr gut finde ich, dass das Einhorn erkennbar ist, aber nicht im Vordergrund steht. Die ruhige Stimmung steht im Vordergrund und das gefällt mir!

Charaktere


Krieger des Horns - RobinPiper zieht mit ihrer Mutter von Kalifornien weg und muss sich dort nicht nur mit ihrem grummelnden Stiefvater, sondern auch einigen Gefahren auseinander setzen. Sie mag Pferde und findet dadurch Anschluss. Außerdem liebt sie Bücher und wirkt intelligenter als ihre Mutter. Piper ist ein bisschen introviertiert und steht auf gleicher Stufe mit den anderen Figuren.

Gillian ist für mich die Anführerin der Krieger. Gemeinsam mit Sophy sucht sie die Krieger und weist sie ein. Sie hat viele Informationen. Ich glaube, sie ist mit dieser Verantwortung manchmal überlastet und verdrängt ihre Gefühle. Besonders im Konflikt mit Joice sieht man, dass sie sich nicht zwischen Verstand und Gefühl entscheiden kann.

Andy ist ein männlicher Teil des Teams und wirkt auf mich empathisch. Er ist klug und setzt sich für seine Freunde ein.

Robin ist Andys Bruder und etwas heißblütiger. Er hat ein großes Herz und ist bereit, für seine Freunde Grenzen zu überschreiten. Besonders macht ihn, dass er spanisch spricht.

Brendan stößt relativ spät zu den Kriegern. Er ist der jüngste und ein bisschen ängstlich. Er zweifelt an sich, wird aber von den anderen gut aufgenommen.

Dina tritt spät in Erscheinung und hilft den anderen. Sie klärt einiges auf. Ich habe aber schwer einen Bezug zu ihr gefunden, weil die Handlung beschleunigte, als sie auftauchte.

Sophy kann Tarot-Karten legen und weiß meistens mehr als die anderen. Das macht sie sehr stark und mysteriös. Sophy wirkt auf mich manchmal zu verbissen und egoistisch.

Krieger des Horns - Joice
Joice ist gutaussehend und nicht nur die Figuren haben geteilte Meinungen über ihn, sondern auch der Leser. Joice hat eine harte Schale und man fragt sich, wann der weiche Kern zum Ausdruck kommt. Neben Gillian eine meiner Lieblingsfiguren.

Die Charaktere wirken auf mich sehr lebensnah und wenig klischeehaft. Ich konnte mit ihnen mitfühlen. Leider wurden Dina und Brendan spät eingeführt, sodass sie weniger im Gedächtnis geblieben sind. Denn die Spannung steigt im letzten Drittel und ich habe mich eher auf die Handlung konzentiert. Die Namen der Figuren finde ich nicht immer passend, auch wenn sie mir gefallen.

Die Welt


Wie in vielen Geschichten findet sich hier eine Normalität plus Extras - eine reale Landschaft mit übernatürlichen Wesen. Die Kleinstadt, in der Piper lebt, hat einen Fluss und einige Höfe, es ist eine dörfliche Gegend mit Wald. Als Wesen tauchen auf: Vampire, Hexen, Werwölfe und Einhörner.

Ich mag die Landschaft im Buch sehr und konnte mich gut reinfühlen. Alles wirkt sitmmig und nicht übertrieben.

Themen

 

Krieger des Horns - Sophy
Einhörner: Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Einhörner. Die Tiere symbolisieren Glück und das ist das Ziel der Krieger. Für mich sind sie nicht so stark wie die Figuren. Sie werden nicht übermystifiziert und das gefällt mir.

Pferde: Auf den Höfen der Stadt gibt es viele Pferde und man merkt, dass die Tiere den Figuren Sicherheit geben. Glücklicherweise ist der Text nicht zu fachspezifisch, sodass sich auch Laien schnell reinfiinden.


Mutter-Tochter-Konflikt: Pipers Verhältnis zu ihrer Mutter ist ein bisschen abgekühlt. Man merkt, dass ihre Mutter da ist, wenn sie gebraucht wird und die beiden reden offen über Probleme. Trotzdem nehmen sie wenig am Leben der anderen teil. Im Gegensatz dazu steht die Schwester des Stiefvaters, die Piper stark bemuttert. Sie wirkt auf Piper anfangs suspekt, weil sie anders als Pipers Stiefvater ist. Doch das Verhältnis zwischen den beiden ist gut. Ich denke, Piper akzeptiert das und will sich ein bisschen emanzipieren. Aber.. es fehlt etwas.

Selbstbewusstsein: Figuren müssen wachsen und alle sind sich dessen bewusst. Aber durch ihre Kämpfe wachsen sie tatsächlich. Sie müssen Verantwortung tragen und Probleme alleine lösen. Besonders bei Brendan merkt man, dass das Wollen größer ist als das Können. Aber er schafft das :-) Schön ist in diesem Zusammenhang das Shell - mit dem Anhänger kann man ein Schutzschild erzeugen und Feinde blenden. Auch real ist ein Schutzschild sehr praktisch - man muss ihn nur emotional erzeugen :-)

Identität: In einer Gemeinschaft muss jeder seine Position finden. Manchmal muss man erst in die Schuhe reinwachsen, die man tragen soll. Und manchmal fühlen sie sich so eng an, dass man sie ausziehen und anderen anziehen will. Besonders Joice steht zwischen dem Wohl seiner Gruppe und dem eigenen Interesse bzw. wie weit er seine Ideale für den Weg zur Macht verraten will.

Krieger des Horns - Piper
Spannung


Das Buch beginnt nach kurzem Einstieg und trabt dem Höhepunkt entgehen. Dieser ist zwar sehr turbulent, aber nicht intensiv genug. Es fehlte das Plastische, die Informationeen, die die Handlung auffüllen. Die Einleitung ließ mir nicht genug Zeit, um mit allen Figuren vertraut zu werden.

Es gibt einige überraschende Wendungen, die das Buch sehr unterhaltsam machen.

Gliederung


Das Buch hat 37 Kapitel plus Prolog und Epilog. Diese sind zwischen 10 und 2 Seiten lang. Dadurch kann man den Text in kleinen Einheiten lesen, ohne, dass man den Faden verliert. Die Gliederung ist sehr sinnvoll.

Problematisch ist der Perspektivwechsel. Das Problem hatte ich bei Breathe, aber hier wird es verstärkt. Überwiegend wird aus der Sicht von 7 Figuren erzählt und die Kapitel sind kürzer. Besonders im Kampfgeschehen habe ich oft den Überblick verloren. Andy und Robin kann man von den anderen abgrenzen, weil sie manchmal spanisch reden, aber beim Rest wird es schwierig. Ich bin ohnehin Piper zugeneigt, weil das Geschehen mit ihr beginnt und sie ca. 42% der Kapitel bzw. des Textes einnimmt.

Schreibstil


Die Figuren wirken jugendlich und sehr lebensnah, wenngleich der Stil manchmal etwas gekünstelt und zu denkend wirkt. Die Sprache ist locker, es wird aber kaum Ungangssprache benutzt, was ich gut finde.

Insgesamt fließt der Text.

Fazit


Ich mag die Landschaft im Buch sehr und hätte gern mehr davon gesehen. Auch wenn der Text einige Klischees des Genres aufgreift, besticht er damit, dass er einiges nicht überbetont und die Figuren lebensnah wirken.

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