Mittwoch, 11. März 2015

Evy gets veggie - Vegane Apfel-Möhre-Ingwer-Muffins

Hallo!

Apfel-Möhre-Ingwer-MuffinsJeder Mensch macht Fehler, und meiner bestand darin, den Hinweis "Nicht in die Mikrowelle!" dezent zu überlesen, als ich mir den Kartoffelauflauf eines Freundes in einer Plastikdose aufwärmen wollte. Ende der Ballade: Auflauf hin, Dose auch. Immerhin: Der Mensch nahm es mit Humor und ich nahm mir vor, mich gebührend zu entschuldigen. Mit Muffins. Vegane. Leider habe ich als Fan von Fleisch keine Ahnung, wie man sowas macht.


 Ich durchforstete das Internet und fand viele, viele Möglichkeiten, Eier und Milch zu ersetzen. Und meine erste Idee, die Eier durch Apfelmus zu ersetzen, ging schief. Sie wären sicher gute Pfannkuchen geworden... Beim zweiten Versuch entschied ich mich für Sojajogurt. Es ist eine Grundsatzfrage, ob Soja-Produkte legitim sind, weil sie quasie ein Milch-Ersatz sind und richtigen Jogurt imitieren. Für mich war das aber ok.

Aus Kostengründen habe ich mich für Zitrone-Limone-Jogurt entschieden. Er ist mit ca. 1,70 EUR für 500 g sehr günstig, aber da ich nur 100 g benutzen wollte (gut, es wurde mehr....), brauchte ich eine Sorte, die mir auch pur gut schmeckt. Und die zu den Muffins passt :-)

Auf Zitronensaft für die Äpfel habe ich verzichtet, weil sie für Feuchtigkeit und Bindung, nicht für die Optik notwendig sind.

Und hier das Rezept für ca. 8 Muffins


1/2 große Möhre
1 kleines Stück Ingwer (ca. 50 g)
3/4 Apfel


-> fein reiben (grob geht auch, aber.... mir war das sicherer)
-> wichtig: den Apfel in einem Geschirrtuch auspressen, damit die Masse nicht zu flüssig wird

ca. 150 g Soja-Jogurt
3 EL Zucker
1 EL Öl
je 1 Prise Zimt und Salz (Zimt geht immer mehr...)


-> verrühren

3 gehäufte EL Mehl
1 gehäuften EL Stärke (für die Bindung)
1/2 Päckchen Backpulver


-> sieben und unterheben
-> die Masse sollte cremig sein und nicht zu flüssig

-> Obst/Gemüse unterheben

-> bei 170 Grad (Umluft?) ca. 25 min backen lassen


Ergebnis


Die Muffins gehen etwas auf, sind aber sehr kompakt. Der Ingwer ist ziemlich dominant, aber ich konnte viele davon essen, weil sie weder zu süß noch zu herzhaft waren, sondern durch die Schärfe etwas Blumig-Frisches hatten. Leider klebt der Teig stark an den Förmchen, sodass man sie entsprechend präparieren oder nachher das Papier abfummeln sollte :-)

Kommentare:

  1. Das klingt mega lecker, vor allem wegen dem Ingwer - ich steh auf Ingwer! :D

    Ich habe mich vor einiger Zeit auch mal an veganen Muffins versucht, damit eine Arbeitskollegin von mir eben auch was von meinen Geburtstagsmuffins abkriegen sollte (also nicht wegen so einer witzigen Geschichte wie bei dir ;) Deshalb besitze ich keine Mikrowelle und halte mich von den Dingern fern xD ). Und das hat auch ganz gut geklappt - waren Schokomuffins, die riiiichtig schokoladig waren. Aber richtig aufgegangen sind die auch nicht.
    Dieses Rezept hier werde ich auf jeden Fall auch mal ausprobieren! :)

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    1. Danke für den Kommy :-) Wie hast du die Eier in den Schokomuffins ersetzt? Bei mir gehen Muffins nur im Ofen auf und fallen dann zusammen... irgendwas mache ich falsch..aber: sie schmecken :-)

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    2. Einfach komplett weggelassen. Und anstelle der Butter und Milch hab ich Öl genommen und einen Schuss Wasser, weils mir doch zu bröselig war. Also wirklich nur ganz rudimentär. Aber dennoch effektiv :)
      So richtig auf gehen meine Muffins auch nie. Aber der Geschmack ist ja auch das wichtigste :)

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  2. Hui, die Kombi hört sich interessant an. Ingwer in Muffins kenne ich so noch gar nicht. Muss ich mir aber mal merken. lg

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    1. Ich wusste das auch nicht, aber... irgendwie bin ich darauf gekommen :-)

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  3. Antworten
    1. Ja! Ich habe noch keine weitere Sorten ausprobiert, aber die Möglichkeiten sind... riesig :-)

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  4. Ich mag leider gar kein ingwer, aber die probleme die du nennst die kenne ich auch. Ich bin zwar keine veganerin, aber ich habe mal in einem cafe gearbeitet und uns sind mehrere kuchen missglückt, aber wenns mal gut ging, war es jedes mal yammi :)
    Lg
    Marieke

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    1. Ich finde es gut, dass es Möglichkeiten gibt, gute Kuchen für Veganer oder Leute mit Unverträglichkeiten zu backen. Aber die Kunst ist es, das so zu machen, dass es lecker ist. Ich bewundere jeden, der das kann :-)

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  5. Wow, klingt sehr lecker :-) Ingwer ist auch einer meiner Lieblinge.

    Über die "Ersatzprodukte" mache ich mir auch jedes Mal einen Kopf.
    Bevor ich Vegetarierin wurde, habe ich immer Witze darüber gemacht, dass Vegetarier oder Veganer das Fleisch mit irgendwas ersetzen wollen. Schließlich könnten sie ja auch so essen wie alle anderen auch!

    Tja, einige Tierdokumentationen und Ekel-Attacken später bekam ich keinen Bissen Fleisch mehr runter und esse jetzt (bis auf wenige Ausnahmen, genannt "Sushi") vegetarisch. Beim Grillen wirds gemein, so dass ich schon mal Seitan-"Steaks" auf das Rost lege. Meistens ist es aber Grillkäse, den mir die ganzen Fleischfresser dann immer unter der Nase wegfuttern ("boah, der ist aber lecker!").
    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich auch mit vegetarischer Wurst versucht habe. Allerdings bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich das für kompletten Blödsinn, weil ich mich ja bewusst dazu entscheide kein Fleisch mehr zu essen und den Geschmack nicht ersetzen will.
    Bei der veganen Ernährung bin ich mir allerdings nicht so sicher wie ich es handhaben würde, denn schon beim Kaffee stehe ich vor einer Herausforderung: was mache ich statt Milch da rein? :D
    Da müsste ich den Ersatzprodukten einfach eine Chance geben... Doch die Überlegung vegan zu essen habe ich erstmal verworfen, es scheint so unsagbar aufwändig im Alltag zu sein...

    Liebe Grüße
    Tine
    :-)

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    1. Ich finde es schwer, eine Entscheidung zu treffen. Ich mag Tiere, aber ich mag Fleisch. Und ich finde es wichtig, meinem Körper zu geben, was ihm gut tut.

      Bzgl. des Kaffees: Was willst du erreichen? Wenn es um den Geschmack geht, weiß ich es nicht. Wenn es um die Stärke geht: Kaffeesorte wechsel, Zubereitung ändern oder mit Wasser verdünnen.

      Es gibt viele Videos dazu auf YT und ich denke: Vielleicht ist es nicht so aufwendig, wie man sich das vorstellt. Vielleicht ist es nur eine Sache der Planung.

      Aber.. ich könnte NIE auf Käse verzichten.

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