Mittwoch, 3. August 2016

Lesetagebuch "On the road" - Tag 2

Hallo!

Der dritte Tag unserer SommerlochKlassiker-Aktion ist angebrochen und der zweite Tag mit "On the road". Ich komme besser voran, als ich dachte, aber ich merke, dass ich immer noch in der Eingewöhnung bin. Dennoch sind die 56 Seiten schnell vergangen.


Übrigens habe ich euch bis jetzt einen harten Fakt vorenthalten:



Das Buch hat (einschließlich Widmung ) 575 Seiten. Wenn ich 28 Tage zum Lesen einplane, muss ich ca. 21 Seiten pro Tag lesen. Was ich mache, wenn ich früher fertigwerde, weiß ich nicht :-)


Die Stimmung


Das Buch fließt und fließt und ich weiß nicht, warum. Während ich bei anderen Büchern auf den nächsten Spannungspunkt warte, beobachte, wie sich der Konflikt zusammenbraut, lese ich hier und beobachte. Spannung ist da - die Hauptfigur will nach Denver trampen, um dort Neal Cassidy und die anderen aus der Clique zu treffen. Und da er das erste Mal unterwegs ist, geht einiges schief.

Was mich wundert ist, dass alles so einfach ist. Der Erzähler kommt mit seinen 50 Dollar sehr weit und schafft es immer, in einem Diner zu essen. Er kommt immer an Orte, an denen Menschen sind - Einsamkeit oder Angst spürt er nicht. Ich hatte erwartet, dass es Verweise auf andere Künstler gibt, eine Beschreibung der Zeit, aber dem Erzähler geht es um das Herum-Reisen. Der stete Strom ist wichtiger als das Anhalten. Noch stört mich das nicht. Aber an manchen Stellen sehne ich mich nach Ruhe. Danach, den Moment genießen zu können.

Sprachlich wird es ziemlich derb und ich denke, dass die Figur manchmal bewusst übertreibt, um sich cooler darzustellen.

Ich denke, heutzutage würde das völlig anders aussehen. Abgesehen davon, dass Trampen nicht mehr so "sicher" sein soll wie früher.

20:30 Uhr - Sollte der Bus nicht schon vor einer halben Stunde da sein? Immer diese Unpünktlichkeit!
20:32 Uhr - Die Frau neben mir riecht komisch. Einmal Döner mit extra scharfer Soße?
20:35 Uhr - Promi XY trägt einen modischen Totalausfall! Was, Ronaldo hat geheiratet? Oh, ein neuer Stern wurde entdeckt. Oh, ein neues Meme!
21:05 Uhr - Wann stellt Neflix ne neue Folge von Serie ABC ein?!
21:40 Uhr - Oh, ein wildes Kapador!
22:10 Uhr - Nein, Cindy, gehe nicht auf die Party. Ich bin "on the road".
23:07 Uhr - Nur noch 20% Akku - wo ist das Ladekabel?!

Wiese
Schon das Schreiben dieses Passage laugte mich aus :-) Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

PS: Alle Infos zur Aktion findet ihr bei Nicole und in meinem Startbeitrag.
PS2: Das heutige Buch stellt Johannisbeerchens Bücherblog vor - "Der Trotzkopf" von Emmy von Rhoden.

Kommentare:

  1. Hey Evy,

    deine ersten zwei Einträge in dein Lesetagebuch haben mir richtig gut gefallen, ich bin schon ganz neugierig, wie es bei dir weitergeht!
    Aber mal eine andere Frage: Wenn der Protagonist bereits Netflix kennt, das 1997 gegründet wurde, zählt "One the road" dann schon als Klassiker? Wahrscheinlich kann man das so oder so sehen, aber es war zu der Zeit, in der es erschienen ist, bestimmt sehr beliebt, oder?

    Liebe Grüße
    Kathi

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    1. Ich wusste nicht, dass Netflix schon so alt ist xD Das Buch behandelt den Zeitraum 1947 - 1950/51, wurde aber erst 1957 veröffentlicht, weil sich vorher kein Verlag fand. Die Passge ist von mir verfasst - während Jack im Buch die Landschaft sieht oder das hübsche Mädchen neben sich, wären wir schon nach wenigen Stunden mit den nerven und dem Handy-Akku am Ende :.)

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