Donnerstag, 25. August 2016

Lesetagebuch "On the road" - Tage 22 - 24

Hallo!

Auch wenn das "täglich posten" nicht optimal läuft, bin ich sehr stolz auf mich, dass ich mir (fast) jeden Tag bewusst Zeit für das Buch nehme. Es ist keine "Auszeit", die ich als entspannend empfinde - aber ich verknüpfe zwei Dinge, die ich mag: Lesen und Natur. Und Bloggen :-) Darauf kann ich stolz sein :-)

Bei "On the road" ist auf Seite 502 der Punkt gekommen, an dem es viel zu erzählen gibt!


Das (erste?) Nachwort berichtet von der Entstehung und dem Vertrieb von "On the road". Denn obwohl das Buch 1951 geschrieben wurde und den Zeitraum 1947 - 1950/51 behandelt, wurde es erst 1957 veröffentlicht. Die Ironie dabei ist, dass viele Texte der "Beat Generation" veröffentlicht wurden, nachdem die Ereignisse passierten xD

Einerseits wollte kein Verlag das Buch verlegen, andererseits hat Kerouac an seinem Schreibstil gearbeitet. Vielleicht tat die lange Zeit dem Buch gut?

Besonders auf den letzten Seiten wurde klar, wie man versuchte, das Buch an einen Verlag zu bringen - eine Episode aus dem Buch wurde sogar in einer Anthologie veröffentlicht, damit man Werbung für den Autor und das gesamte Buch machen konnte. Das hat nicht geklappt.

Der Anfang des Abschnitts hat mir gut gefallen - es war befreiend, nach dem ständigen "Umherreisen" Halt zu finden und sich tiefen Gedanken über das Buch und seiner Struktur hinzugeben. Aber bald nervte mich das Nachwort, denn "On the road" ist eng mit "Visions of Cody" verknüpft. Die Geschichten waren miteinander verbunden, trennten sich irgendwann. Aber ich habe die Übersicht verloren. Es ärgert mich, dass sich der Autor des Nachtworts in Details verirrt, aber von Kerouacs Persönlichkeit nur wenig erscheint. Obwohl die briefliche Korrespondenz gut erhalten ist.

Es ist faszinierend, wie sich aus einer fiktiven Geschichte in verschiedenen Versionen ein autobiografisch angehauchter Roman entsteht. Wie Kerouac zur Erkenntnis kommt, dass er die Wahrheit schreiben will. Dass das Selbstbewusstsein für das Schreiben, das in "On the road" am Anfang anklingt, stärker wird. Dass Kerouac seine  Technik entwickelt und sein Buch für so wichtig und neu hält, dass es keiner verlegen will und sogar seine Freunde ihm beipflichten. Aber man von dieser "revolutionären Technik" im Nachwort keinen Auszug liest.


Ich habe das Gefühl, dass das Nachwort für Kenner des Autors gut ist, aber nicht das herausarbeitet, was mich interessiert.

Anfangs hat das Nachwort einiges aufgehellt und das war schön. Aber es wird komplexer.

Übrigens werden aus der Urfassung (zwischenzeitlich?) Szenen gestrichen, die ich als sehr aussagekräftig und schöne Bilder empfinde.

Übriges


Diesr Beitrag entstand im Rahmen der Aktion "Klassiker gegen das Sommerloch" Den ganzen August lang stellen wir euch "klassische" Bücher vor. Hier sind die Beiträge der letzten Tage:

Nico Wallmann beschäftigte sich mit einer der bekanntesten Liebesgeschichten unserer Zeit - "Romeo und Julia".

His and Her Books berichtet von ihrer Faszination für "Sherlock Holmes" und listet alle Beiträge auf.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über deinen Kommentar! Für Fragen oder Kommentare zu meinem Kommentar auf deiner Seite kannst du mir eine Nachricht schicken - oben rechts steht die Adresse :-)