Samstag, 31. Dezember 2016

Ein Silvester-Neujahr-Statistik-Post

Hallo!

Ich bin kein Fan von Statistiken. Ich bearbeite sie gern, aber ich stelle sie nicht gern auf. Aber irgendwann dachte ich: "Es gibt soviele interessante Dinge, über die ich reflektiveren möchte - warum nicht?". Und noch später dachte ich mir: "Ne Statistik wäre nicht schlecht." Obwohl die Datenerfassung mit dem Standard-Blogspot-Tool mühselig war, wurde mir nach kurzer Zeit klar, dass mir die Zahlen eines sagen: Nicht stressen.



Alle Zahlen beziehen sich auf Posts, die ich dieses Jahr getippt habe.

These 1 - Ich habe nicht genügend gepostet

Ich war überrascht, wieviel ich geschafft habe. Bis auf Januar und April habe ich einen Post wöchentlich verfasst und sogar bei den Blogger-Aktionen im Mai und im August noch Kritiken geschrieben. Ich bin meinem Ziel, wöchentlich einen Post zu schreiben, sehr nah gekommen.


These 2 - Montagsfragen lohnen sich nicht

Ich liebe die Montagsfrage, weil ich die Kommunikation mag und die Vertrautheit. Es ist, als würde man jeden Montagmorgen seine Kollegen besuchen. Gleichzeitig ist es viel Arbeit, alle Blogs zu besuchen und einen (mehr oder weniger...) konstruktiven Kommentar zu verfassen. Daher stellte ich mir die Frage, ob es "nur" um Emotionen geht oder ob sich das in Zahlen widerspiegelt:

Anzahl Kommentare bei Montagsfrage: 4,7
Anzahl Kommentare allgemein: 1,2

Anzahl Zugriffe bei Montagsfragen: 61,7
Anzahl Zugriffe allgemein: 41,2

Übrigens habe ich dieses Jahr 13 Montagsfragen beantwortet - ich habe mit weniger gerechnet, weil ich genau wähle, ob mich das Thema interessiert.

These 3.1 - Meine Posts sind zu lang

Bei "erfolgreichen" Posts spielt die Anzahl der Wörter eine große Rolle, weil die Aufnahmefähigkeit der Leser begrenzt ist bzw. sie nach einiger Zeit die Lust verlieren. Diese Grenze liegt, so habe ich es gelesen, bei ca. 1500 Wörtern. Außerdem sind viele Rezis, die ich auf anderen Blogs lese, scheinbar kürzer als meine.

Der kürzeste Post: 84 Wörter - #MeetTheBloggerDE - Lieblingslektüre
Der längste Post: : 2184 Wöter - Rezi "Tote Dichter küsst man nicht"
Durchschnittliche Wörter pro Post: 663

Die kürzeste Buchkritik: 399 Wörter - "111 Gründe, seine Kollegen zu hassen"
Durchschnittliche Wörter pro Buchkritik: 1096
Anzahl Buchkritiken (Blog): 22

Ich finde das beruhigend - meine Rezensionen sind nicht so riesig, wie sie aussehen. Dennoch denke ich, dass meine Posts ziemlich "massig" wirken, weil sie viele Informationen enthalten.

These 3.2 - Je kürzer, desto besser!

Meine Statistik sagt, dass es nicht so ist - die Anzahl der Kommentare und Zugriffe verteilt sich unterschiedlich, ist aber nicht (linear...) abhängig von der Wortanzahl. Allerdings gibt es hier einige "Störfaktoren" - Blogger-Aktionen rufen (meist) mehr Resonanz hervor, die Posts sind aber unterschiedlich lang.

Auswertung

 
Als ich die Posts des jetzigen Jahres ausgewertet und aufgeräumt habe, wurde mir bewusst, wieviel ich geschafft habe. Wieviele Dinge ich über mich erzählt habe und wieviele Menschen bei mir kommentiert haben. Das ist wirklich krass.

Bloggeraktionen


Ich habe dieses Jahr an mehreren Blogger-Aktionen teilgenommen - BloggerUnited, #MeetTheBloggerDE, den Sommerloch-Klassikern, einem Adventskalender und dem Blogger-Kommentier-Sonntag. Ich merke, dass es mir Spaß macht, mit anderen an einem Projekt zu arbeiten und dass ich mich trauen kann, auf andere zuzugehen. Es ist gut, aus seiner "Blase" herauszukommen und sich auf anderes einzulassen. Es hilft mir, einen Bezug zum Bloggen aufzubauen.

Die LBM


Auf der Buchmesse habe ich erstmals andere Blogger persönlich getroffen und gesehen, welchen Menschen dahinter stehen. Das gab mir ein gutes Gefühl und ein stärkeres Bewusstsein für mich als Blogger. Ich hoffe, dass ich das noch ausbauen kann!

Die Rezis


Was mich ziemlich ärgert ist, dass einige Rezensionen liegen geblieben sind und ich deswegen Menschen enttäuscht habe. Das sollte ich ändern!

Was möchte ich in diesem Jahr ändern?


- für Leser schreiben: Ich denke, meine spoiler-reichen, ausführlichen Rezis bedienen eine Nische; sie bereiten mir Freude beim Schreiben und ich finde sie hilfreich. Aber sie sind "mächtig". Daher möchte ich Posts verfassen, die "leichter" konsumierbar sind z.B. Montagsfragen usw.

- (wieder) mehr Vielseitigkeit: Es macht mir Spaß, über Dinge zu schreiben, die mich interessieren und die euch etwas nutzen. Dieses Jahr habe ich jedoch nur wenige Berichte über Museen, Filme und Theater geschrieben. Ich möchte das ändern :-) Außerdem möchte ich mehr Verweise auf Nicht-Buchblogs einbinden.

- mehr Kunst: Meine Bilder sind ein wichtiger Teil meines Lebens und es macht mir viel Spaß. Sie nur zur Illustration zu benutzen, finde ich zuwenig. Ich weiß noch nicht, wie, aber ich möchte ihnen mehr Präsenz geben.

- mehr Montagsfragen: Ich habe meine Antworten bisher klug gewählt und alle Blogs besucht. Im neuen Jahr möchte ich herausfinden, ob regelmäßige Montagsfragen die Bindung zum Leser verstärken. Mein Ziel ist es, auf jede Montagsfrage zu antworten. Allerdings werde ich nichtmehr alle Antworten kommentieren.

- schneller Posten: Berichte zur LBM dauern bei mir meist sehr lange und das ist nicht gut. Ich denke, es ist für den Erfolg dieser Posts wichtiger, sie schnell zu veröffentlichen.

- weniger Perfektionismus: Einige Post liegen sehr lange bei den Entwürfen, weil ich denke, dass sie nicht gut genug sind. Ich habe aber im Laufe des Jahres gelernt, dass man keine perfekten Rezis schreiben muss, um ein sympatischer Blogger zu sein. Ein Thema, das mich über das Jahr begleiten wird, ist Authentizität.

- mehr Bloggeraktionen

- eine Über-Mich-Seite: Der Rezi-Index sieht gut aus, aber ich sollte mich endlich trauen, etwas über mich zu erzählen.  Das ist besonders wichtig, weil ich viel kommentiere - die Leser (ihr) sollt wissen, wer das macht :-)

- auf alle Kommentare antworten: Ich habe einige Posts entdeckt, auf deren Kommentare ich nicht geantwortet habe - das war sehr schade, weil ich eure Kommentare (meist) sehr schätze.

Die Danksagung


Das Blog-Jahr war für mich sehr aktiv und vielseitig und... ich möchte mich bei euch bedanken. Mit-Bloggern, Lesern, Kommentare-Schreibern... Es ist schön, euch kennen gelernt zu haben und ich freue mich, mit euch weiterhin zu arbeiten. Ich wünsch uns viel Erfolg im nächsten Jahr!

Kommentare:

  1. Huhu!
    Das ist eine sehr interessante Statistik und mal ein ganz anderer Blick (meiner war doch sehr buchlastig).
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Rezensionen sogut wie keine Reaktionen hevorrufen, es ist äußerst selten, dass ich da Kommentare bekommen. Liegt es an meiner Schreibweise oder liegt es an dem Genre, welches ich bevorzuge. Einerseits ärgere ich mich da manchmal, andererseits schreibe ich eh am liebsten Leseempfehlung zu Büchern, die ich auch wirklich empfehlen will. Negativbeurteilungen mag ich eher nicht und schreibe die in der Regel auch eher nur bei Rezensionen zu von Verlagen gestellten Büchern. Da aber nicht jedes Buch eine Leseempfehlung wert ist, schreibe ich eh nicht so viele, von daher...

    Mein persönliches großes Manko ist, dass ich viel zu wenig bei anderen kommentiere. Ich lese die Posts wahnsinnig gerne und hab oft auch was dazu zu sagen, aber warum ich es dann nicht tu? Keine Ahnung - wobei ich immer auf einen Besuch mit Gegenbesuch antworte (zumindest das habe ich mir angewöhnt!).

    Eine Über-Seite fände ich wirklich toll, weil mich immer interessiert, wer sich so viel Mühe mit dem Blog gibt. Und auch einfach ein bisschen an Eckdaten zu erfahren, um das Bild, dass sich durch die Kommentare ergibt, abzurunden.

    Liebe Grüße und auch hier nochmals ein gutes, neues Jahr!
    Linda

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    1. Mit einem so netten Kommy kann das Jahr beginnen :-) Welche Infos wünschst du dir in der Über-Mich-Seite?

      Kommentare bei Rezis: Mir fehlt meist der Ansatzpunkt. Wenn ich ne Rezi getippt habe und auf anderen Blogs gucke, kann ich sagen "Ich sehe das ähnlich oder anders als du" - aber wenn ich nur stöbere fehlen mir die Worte. Es sei denn, es gibt Dinge, die mich reizen. Vielleicht ist es deswegen besser, mehr eigene Gedanken hineinzuschreiben, auch wenn sie kontrovers sind. Andererseits: Rezensionen sind zur Information da. Vielleicht müssen sie nicht kommentiert werden :-)

      Ich bewerte jedes Buch, weil ich es interessant finde, die guten und schwierigen Seiten herauszufinden. Und dem Leser zu sagen: Wenn du XY magst, solltest du das Buch lesen. WEnn du mit ABC Problem hast, eher nicht. Deswegen mag ich keine numerischen Bewertungen.

      Ich kommentiere viel, weil ich es wichtig finde, andere zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass sie wahrgenommen werden. ich hadere immer damit, ob es reicht ein "War toll!" zu tippen, aber... alles hilft.

      Ich freue mich immer, wenn jemand auf einen eigenen Beitrag verweist, weil ich dann einen Ansatzpunkt habe :-)

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    2. Gerne doch :)
      Mich interessiert zum Beispiel aus welchem Teil von Deutschland du bist. Ich z.B. wohne in der Nähe vom Bodensee am 3-Länder-Eck. Oder wohnst du gar nicht in Deutschland? (Entschuldige, manchmal gehen mir solche Sachen flöten...) Oder einfach auch zu wissen, was du sonst so machst, wie alt du bist (kein Muss!), evt. ob du verheiratet oder vergeben oder Single bist, oder Haustiere hast. Einfach ein paar Randinfos. Toll find ich auch ein Bild, aber das ist kein Muss.

      Ja, da hänge ich manchmal auch. Ich gebe auch ehrlich zu, dass ich nicht viele Rezensionen lese, weil mein Lese-Geschmack eher nicht mit der breiten Masse der Buchblogs übereinstimmt. Ich mag gerne Krimis, Thriller und solch Zeug, die meisten Blogs bevorzugen Fantasy, New oder Young Adult und solche Sachen. Deswegen finde ich z.B. Montagsfragen oder auch andere Posts, die sich ein bisschen allgemeiner über Bücher drehen, gut, da finde auch ich mich wieder.

      Numerische Bewertungen mag ich auch nicht - aber ich kann verstehen, dass sie einem eine Möglichkeit der Kategorisierung bieten. Aber wie gesagt, ich bewerte am liebsten die Bücher, die mir zugesagt haben. Von daher benötige ich auch keine Bewertungsskala in dem Sinn.

      Ich finde es auch wichtig. Ich tu mich nur irgendwie so schwer damit. Oft hab ich das Gefühl mein Kommentar geht in der breiten Masse eh unter. Wenn ich dann mal kommentiere bekomme ich gar keine Antwort (nicht mal auf dem Blog, wo ich den Kommentar hinterlassen habe), da frag ich mich, wozu ich mir dann die Mühe mache.

      Liebe Grüße,
      Linda :)

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    3. Manchmal hab ich auch schon überlegt, da ich sehr gerne auch Sachen auf mich beziehe und so versuche zu verstehen, warum manche so handeln - dass das vielleicht zu sehr ichbezogen ist? Dass ich vielleicht zuviel von mir schreibe.

      Liebe Grüße

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  2. Hey! :)
    Ich finde dir ist diese Reflektion des letzten Jahres mit den Statistiken sehr gut gelungen! Interessant sind auch deine Ziele, Vorsätze für dieses Jahr. Ich finde ja so bunt gemischte Blogs lesen sich sehr gut, da es nie langweilig wird. Daher bin ich gespannt auf deine Berichte über Interessensangelegenheiten, wie du erwähnt hast mit Film, Museen, ..
    Viel Erfolg und Motivation bei der Umsetzung dieser Dinge, die du dir vorgenommen hast!
    LG

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    1. Vielen Dank! Ich werde mal sehen, wie das wird :-)

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  3. Mit dieser Statistik hast du dir wirklich viel Mühe gemacht. Die Ergebnisse sind interessant.
    Kommentierst du wirklich bei jedem teilnehmendem Blog einer Montagsfrage? Respekt. Das schaffe ich zeitlich nicht. Ich nehme mir meistens vor, bei mindestens 5 + x Blogs vorbeizuschauen. Nicht bei jedem besuchten Beitrag kommentiere ich. Manchmal wurde alles bereits im Beitrag gesagt. Manchmal kann ich nicht kommentieren, weil ich nicht anonym bleiben will oder kein Google-Konto besitze. ;)
    Ich habe auch schon festgestellt, dass manche Rezensionen recht kurz sind. Wenn sie jedoch aus einem "Hat mir super gefallen" bestehen und nichts weiter, bringen sie mir nicht viel. Warum hat es denn gefallen/nicht gefallen? Das will ich wissen. Wenn mich eine Rezension dann neugierig macht oder ich sie besonders gut finde, kommentiere ich natürlich auch.
    Leider habe ich zum Kommentieren nicht so viel Zeit, wie ich gern hätte. Außerdem lese ich Beiträge schon recht genau, daher fallen meine Kommentare meistens auch etwas länger aus, was wiederum Auswirkungen auf meine Kommentierzeit bei unterschiedlichen Blogs hat. Ein Teufelskreis. ;)
    Ich freue mich jedenfalls über jeden Kommentar auf meinem Blog und beantworte diese auch. Meistens starte ich nach einer gewissen Zeit dann auch einen Gegenbesuch.
    Bei dir schaue ich auch immer mal wieder vorbei. Deine Art zu Schreiben mag ich jedenfalls sehr.

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    1. Danke :-) Und ja, ich kommentere fast alle Posts von jeder Montagsfrage, die ich beantworte. Aber ich verteile das - nach 20 Antworten bin ich gesättigt und kann nichtmehr denken. Aber ich finde es interessant, wie isch meine Meinung durch den Input stetig ändert.

      Ansonsten kann ich bei vielem in deinem kommentar den Kopf nicken :-)

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