Samstag, 28. Januar 2017

Die BuchBerlin 2016

Hallo!

Jedes Jahr, im knackig-kalten November, findet neben der Schriftgut die BuchBerlin statt. Auch wenn ich letztes Jahr nur mäßig begeistert war, finde ich Buchmessen interessant und musste deswegen hin.

Meinen Bericht zur BuchBerlin 2015 findet ihr hier.


Allgemeines


Die BuchBerlin fand am 19./20. November in den Konferenz-Räumen des Hotel Estrel nahe der Sonnenallee statt. Der Eintritt kostete 4 EUR / 2 EUR, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Mit den Einlassbändchen hatte ich Probleme, aber es ist eine praktische Lösung.

Ich schätze, es waren ca. 150 Aussteller.  Einen Schwerpunkt konnte ich nicht erkennen. Neben der LGBT-Literatur gab es viele Fantasie-Bücher und Verlage, die historische Themen behandeln. Auch Kinderbücher und Krimis gab es. Ich empfand es als ausgeglichen. Ein Verzeichnis findet ihr hier.

Am Freitrag vor der Messe fand eine Tagung für Kleinverlage und Autoren statt und auf der Messe gab es eine Queer Convention. Beide Veranstaltungen wurden parallel zur Messe organisiert und waren daher schwer auf der Internetseite zu finden.

Ort und Essen


Die Location war ein bisschen einfacher zu erreichen als letztes Jahr und man musste weniger laufen, was mir gut gefiel. Das Hotel sieht sehr edel aus und das Personal im Hotel selbst war sehr freundlich! Ich habe mich dort wohl gefühlt!

Die Veranstalter hatte zwei große Räume für die Aussteller und drei kleine Räume für Lesungen organisiert. Bei der Aufteilung bin ich zwiegespalten: Die Tische waren geordneter aufgestellt und im zweiten Raum gab es einen breiten Mittelgang. Ich kam gut durch! Der erste Raum war ziemlich eng und ein bisschen unübersichtlich. Es war oft schwer, zu ergründen, welches Genre wo seinen Schwerpunkt hat - ich weiß nicht, wie man das lösen kann...

Im Vorraum gab es eine Gardarobe und man konnte sich hinsetzen. Leider war es etwas zugig. Dennoch: Schön anzusehen.

Das Essen fand ich nicht so gut: Die Auswahl war mit Würstchen und Brötchen/Salat und einer Suppe (?) ziemlich klein. Es war ok, aber nach einem anstrengenden Tag hätte ich mir etwas besseres gewünscht.

Wie ist es mir ergangen?


Ähnlich wie bei der LBM wollte ich offener sein - ich habe aber nicht damit gerechnet, dass ich mit fast jedem Stand spreche und ein paar nette Worte wechsle!

Es war krass, wievielen Menschen ich begegnet bin und wie nett sie waren :-) Mein persönliches Highlight war eine Standbetreiberin, die mir eine Tüte von einem anderen Stand besorgt hat - ich war zu schüchtern, um nachzufragen. Es rührt mich heute noch :-)

Welche Lesungen habe ich besucht?


Da die Workshops in die Tagung ausgegliedert wurden, gab es dieses Jahr keine (öffentliche) Diskusion und nur Lesungen.

Ich habe mir "Shit happpens" von Luca-Jerome Hüttenrauch angeguckt. Der Autor war ein bisschen unsicher, aber sehr sympatisch und hat gut vorgelesen. Besonderes in der abschließenden Diskusion konnte er gut erklären, was sein Buch einzigartig macht. Mich hat das sehr beeindruckt! Mir wurde aber klar, dass die geplanten 20 min. für eine Lesung inkl. Diskusion zu kurz sind. Das war sehr schade.

Die zweite Lesung war eine Performance über die Liebe. Die Autorin las erotische Passagen und verteilte etwas im Publikum. Ich fand's sehr außergewöhnlich und weiß nicht, wie ich das finden soll. Aber eindrückich war es.

Weitere Impressionen:

Ein cooles Giveaway bekam ich vom Separee-Magazin - einen Schlüsselanhänger mit "Verhüterli" :-) Außerdem kaufte ich eine Ausgabe von Mitte 2015. Fazit: Das Magazin ist "klassischen" Frauenzeitschriften ähnlich, wenn es um Produktvorstellungen geht - es gibt viele Dinge, die man sich kaufen kann. In den Kernthemen wird das Magazin ziemlich blumig, stellenweise sogar künstlerisch und für mich schwer greifbar. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Objektivität gewünscht. Aber ich werde mir mal eine aktuelle Ausgabe ansehen...

Mit Philippa L. Andersson plauderte ich darüber, wie sie zum Schreiben erotischer Literatur kam und nahm ein tolles Giveaway-Tütchen mit. Die Teilchen waren so auffällig, dass ich eines haben wollte. Enthalten waren Leseproben zu allen Romanen, Aufkleber und Lesezeichen - und Bonbons :-) Außerdem habe ich einen Taschenspiegel von Maya Sturm gefunden *grübel*

E-Publi hätte ich nach einem Re-Launch der Website fast übersehen - sie sind jetzt grün. Bei E-Publi gab es Nervennahrung und einen Autorenratgeber.

Bei Chris P. Rolls, deren Blog ich lese, bewunderte ich die Haarfarbe :-)

Lunau Fantasy hatte leuchtend gelbe Lesezeichen dabei und plauderte mit mir über ihr Buch.

Beim Drachenmond Verlag nahm ich ein sehr hübsches Heft mit den aktuellen Werke mit. Und verteilte, als Gegenleistung, ein Kompliment für die Cover.

Eine der wenigen Blogs war Ivi's kleine Wunderwelt. Es war schön, mit jemanden darüber plaudern zu können!

Beim Schauermärchen Verlag gab es nicht nur Infos, sondern eine schimmernde Karte zur Anthologie "Zwischenweltenkabinett" *glitzer* *funkel*

Von Audiamo habe ich einen Notizblock gefunden. Vielleicht schaffe ich es irgendwann, mich näher mit Hörspielen- und -büchern zu beschäftigen...

Cornelia Franke und Fiona Schwarz "retteten" mich mit je einem Kuli - wie hätte ich die Messe ansonsten überstanden?! Und es gab einen Keks :-)


Auch vom Sadwolf Verlag bekam ich einen Flyer.

Beim Verlag "Die Waage" gefielen mir die Cover sehr. Schöne Zeichnungen!

Greg Walters schreibt Fantasybücher mit (optisch) leuchtenden Covern. Gute Eyecatcher!

Bei Marc Weiherhof habe ich mir nicht nur Gummibärchen "ausgeliehen", sondern auch ein Lesezeichen mitgenommen. Ich habe von ihm die Kurzgeschichte "Bei Kontoeröffnung verführt" gelesen und möchte dem etwas Langes folgen lassen.

Woher der Cupido books-Flyer kam, weiß ich nicht, aber er zeigt interessante Bücher. Die Werke Mira Tals stehen auf meiner Wunschliste und das Cover von "Leo" gefällt mir.

Die Edition Eichhorn verlegt Architekturbücher - überwiegend geht es um Spuren von Künstlern in Berlin. Da ich schöne Gebäude mag, werde ich mir die Werke genauer angucken.

Bei Edition A B Fischer gefiel mir das Konzept: Der Verlag vertreibt kleine Hefte, in denen die Spuren von Persönlichkeiten in Städten nachgezeichnet ist. Das Layout ist schön und das Format gut.

Fazit


Die BuchBerlin entwickelt sich zu einer guten Alternative zur LBM. Der Ort ist super gewählt und die vertretenen Verlagen waren vielfältig. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich vieles verbesser!

Wenn mir eine gute Fee alle Wünsche erfüllen würde, würde ich mir folgendes wünschen:

  • einen Sponsor für Stofftaschen und Kulis am Eingang
  • Workshops/Infoveranstaltungen
  • mehr Zeit für Lesungen + Infoblättchen - die BuchBerlin hat den Vorteil, dass die Lesungen in einem seperaten Raum stattfinden - das kann man ausnutzen
  • eine Kooperation mit einer lokalen Cupcake-Firma
  • eine bessere Integration der Queer Convention und der Tagung

Weitere Messeberichte gibt es u.a. vom Deadsoft Verlag, auf dem Blog von Claudia Schuster, bei Lunau FantasyT.A. Wegberg und Justin C. Skylark.

Kommentare:

  1. Ein sehr interessanter Beitrag! Danke.

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    1. Danke, freut mich sehr! Wie hast du denn zu meinem Blog gefunden?

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