Mittwoch, 25. Januar 2017

Montagsfrage - Planen vs. Spontanität

Hallo!

Nachdem sich die ersten Fragen des Jahres mit Büchern beschäftigen, widmet sich die aktuelle wieder dem Thema Bloggen. Und einer Frage, die ich mir selbst oft stelle.


 

 

 

 

Was ist die Montagsfrage?


Die Montagsfrage wird derzeit von Buchfresserchen geführt und soll die Kommunikation zwischen Bloggern fördern. Jeden Montag wird eine Frage gestellt, die die Blogger beantworten und verlinken können.

Die Frage

 

Bloggst du eher spontan oder planst du lieber was du wann veröffentlichst?


 Meine Antwort


Planen


Regelmäßigkeit ist Trumpf - sagen viele Youtuber und Blogger. Es gibt viele Leute, die sagen "Meine Upload-Tage sind..." - und das empfinde ich immer als komisch. Als Leser/Zuschauer kann ich das verstehen: Ich möchte Sicherheit haben, wissen, dass nach einem anstrengenden Tag um 16 Uhr etwas Gutes kommt - ein neues Video. Obwohl ich nie soweit gehen würde, mich deswegen bei einem Youtuber zu beschweren. Aber ich weiß heute noch, dass die ersten Grey's Anatomy-Staffeln mittwochs gesendet wurden - und ich fand des befremdlich, als es nichtmehr so war. Außerdem muss sich der Leser keine Sorgen machen, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Auch als Autor gibt mir das Sicherheit. Ich weiß z.B. dass ich jede Woche die Montagsfrage beantworten werde, d.h. dass es immer einen Post gibt, der wenig Aufwand erfordert, aber meinen Lesern ein Lebenszeichen gibt. Dadurch habe ich die Freiheit, an schwierigen Beiträgen länger arbeiten zu können und manchmal nur einen Beitrag (die Montagsfrage) pro Woche zu veröffentlichen.

Andererseits finde ich es als Leser vermessen, von einem Autor Regelmäßigkeit einzufordern. Warum sollte ich jemandem vorschreiben, wie er seine Kreativität auslebt?

Als Autor kann Planen sehr stressen. Vom Druck, etwas zu produzieren, auch wenn man keine Lust hat, berichten einige. Aber es gibt Menschen, die ihr Leben und das Bloggen entschleunigen und sich bewusst machen, dass sie nur gut sind, wenn sie sich die Freiheit nehmen "Nein" zu sagen.

Spontanität


Spontanität ist toll, aber aufwendig. Spontanität gibt mir die Freiheit zurück, die in meinem Alltag nicht immer vorhanden ist. Ich kann meine Meinung tippen, auf "veröffentlichen" klicken und habe die Welt (hoffentlich) bereichert. Ich genieße das und manchmal fehlt es mir.

Spontanität ist ein Risiko, weil ein spontaner Text nicht drei Rechtschreibkorrekturen durchläuft und meist keine Bilder hat. Er kann übersehen werden, weil der Leser ihn nicht erwartet. Oder er nervt, weil es der dritte an diesem Tag ist. Und das würde mich als Leser verärgern.

Fazit


Ich denke, als Blogger muss man stetig den Spagat aus Planen und Spontanität meistern. Manchmal unterwirft man sich gern den Regeln, fühlt sich motiviert. Und manchmal schränkt es ein. Manchmal möchte man frei sein und manchmal kämpft man sich frei.

Ich habe mir einen Rahmen gebastelt, der beides vereint, in einem Maße, das sich gut anfühlt. Ob das so bleibt, das zeigt die Zeit :-)

Kommentare:

  1. Ob geplant oder spontan - ich beobachte heute immer mehr, dass es vor allem an der Fähigkeit fehlt, eine einmal etablierte Absicht durchzuhalten. Sobald anderes wichtiger erscheint oder einfach die Lust am Tun schwindet, lässt man's eben, egal wie großartig die Dinge vorher angekündigt wurden. Die Vorstellung einer bindenden Selbstverpflichtung existiert heute einfach nicht mehr. Im Zweifelsfall war es das Geschwätz von gestern und #alternativefact. Eigentlich ... hab ich auch gerade keine Lust mehr, hier was zu schrei....

    Nico S.

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    1. Ich sehe das anders. Ich denke, man sollte ich zugestehen, dass sich Dinge ändern. Mich nervt es, wenn sich Leute mit "Ich werde montags und mittwochs was veröffentlichen" selbst unter Druck setzen. Und weil sie damit Sicherheit vortäuschen, die keine ist. Man sollte Verantwortung für seine Follower tragen, sie gut behandeln - dazu zählt vor allem, einen kurzen Post zu verfassen, wenn man keine Zeit für "reguläre" Beiträge hat. Man kann doch sagen: In 4 Monaten bin ich wieder da. oder "in nächster Zeit kommt weniger" Schleichend aufhören - nein.

      Aber wenn wir dem RL durch Bloggen entfliehen, wäre ne Verpflichtung nicht gut.

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