Donnerstag, 16. März 2017

Ich war gewesen - Deutschles Technikmuseum in Berlin

Hallo!

Wenn man in Berlin ist, muss man was erleben! Und da zwei Tage Buchmesse zuviel gewesen wären, entschieden wir uns für ein Museum. Eine Runde Schere-Stein-Papier stand fest: Es wird das Technik-Museum.




 

Allgemeines


Das Deutsche Technikmuseum wird von einer Stiftung betrieben und liegt in Berlin Kreuzberg. Wir sind mit der S-Bahn bis zum "Anhalter Bahnhof" gefahren und von dort ca. 15 min gelaufen. Im Novembersonnenschein ging das gut :-) Es gibt aber U-Bahn-Stationen, die näher liegen.

Der Eintritt kostet 8 / 4 EUR und das Museum hat meist von 10 - 17:30 Uhr geöffnet.

Weitere Infos findet ihr auf der Service-Seite des Museums.

Im Gegensatz zum Kommunikations-Museum war das Fotografieren ausdrücklich erlaubt :-)

 

Gebäude und Personal


Das Museum wurde 1983 eröffnet, 2001 wurde der Neubau fertiggestellt. Ich glaube, man hat an die alten Gebäudeteile einen Glasbau gesetzt. Eine der Hauptattraktionen ist der Rosinenbomber, der auf der Spitze thront und sehr fotogen ist. Ich brauchte ein paar Minuten, um die beeindruckende Fassade aus allen Winkeln zu fotografieren :-)

Die Ausstellungsbereiche sind in unterschiedlichen Gebäudeteilen untergebracht und über Gänge verbunden.

Sehr gut gefällt mir, dass die Gardarobe ebenerdig ist und das Personal sehr nett. Das Museumscafe ist sehr klein und ins Foyer integriert, was ich nicht so gut fand. Es wirkte nicht gemütlich.

Was kann man sich ansehen?


Vieles! Es gibt Informationen zur Luftfahrt, Schienfahrzeugen, Schiffen, Computern und anderen Elektrogeräten, Textiltechnik und Zucker.

Was habe ich erlebt?


Im Erdgeschoss sahen wir alte Maschinen und das Prinzip der Dampfmaschine wurde erklärt. Es ist faszinierend, was man mit wenigen Zahnrädern usw. machen kann.

Im ersten Stock erwarteten uns zwei Ausstellungen: "Mathematik und Informatik" und "Die Mathematik des Planeten Erde" Letzte befand sich am Rand und erklärte, welche Parameter einen Tsunami beeinflussen usw. Anhand eines Computerprogramms konnte man das sogar ausprobieren. Ich fand das sehr toll! Leider war die Ausstellung etwas klein.

Die Informatikausstellung beschrieb den Weg zum ersten Computer und versuchte zu erklären, wie man binär zählt. Das Museum zeigt das mit vielen Methoden: Man kann etwas aufklappen, sich Dinge anhören, angucken, ausprobieren. Außerdem gibt es Bücher und (wichtig!) Sitzmöbel.

Später besuchten wir "Elektropolis" das u.a. zeigt, wie Telefon und Radio funktionieren und wie ein Fernsehstudio aussah. Berührend fand ich Texte/Mitschnitte aus den Programmen von 1933 bis 1945. Man konnte das Radio zur Propaganda nutzen und manche Menschen wurde verurteilt, weil sie heimlich britische Sender gehört hatten.


Im oberen Stockwerk befindet sich das Zuckermuseum, das umfassend über das Thema informiert. Von der chemischen Struktur verschiedner Zuckerarten über Zuckermühlen und Kriege hin zu den technischen Verwendungen des Zuckers wurde alles beschrieben. Einerseits war es gut, dass soviele verschiedene Aspekte angesprochen wurden, andererseits war mir das zuviel Breite, zuwenig Tiefe. Dennoch hat mir diese Ausstellung am besten gefallen - wahrscheinlich, weil sie weniger historische Fakten als Technik beleuchtete. Außerdem gefiel mir, dass die Ausstellung in einem großen, überblick-baren Raum war, der in einzelne Bereiche unterteilt war, in denen man sich in  Ruhe etwas angucken konnte.

Schön fand ich auch den Bereich zur Textilverarbeitung. Dort wurden verschiedene Stoffe und ihre Entstehtung gezeigt und wie man Stoffblumen näht.

Was fand ich nicht gut?


Dass die physikalischen Grundlagen fehlten. Beim Radio geht das Museum stark in die Tiefe, aber bei den Dampfmaschinen weniger. Ich hätte gern einen Bereich gesehen, in dem die Begriffe Kraft, Druck usw. noch einmal erklärt werden. Das Museum ist toll, um die Anwendung des Wissens zu erklären. Aber es ärgert mich, dass die Basis nicht optimal ist.

Außerdem fand ich den Abschnitt zur Textielverarbeitung etwas klein.

Fazit


Das Deutsche Technikmuseum in Berlin hat viele Exponate in vielfältigen Bereichen. Außerdem präsentiert es Wissen mit verschiedenen Mitteln sehr, sehr anschaulich. Man kann vieles entdecken und sich Details widmen. Auch das Gebäude gefällt mir. Dennoch fehlten mir die physikalischen Grundlagen.

Dennoch: Für 8 EUR bekommt man eine Menge Spaß!

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