Donnerstag, 30. März 2017

"Zwischen Steppe und Sternenhimmel" von Josefine Gottwald

Hallo!

Kinderbücher lese ich sehr selten, aber da ich von der Autorin bereits einige Bücher gelesen hatte, wollte ich auch dieses rezensieren. Wahrscheinlich bleibt es das einzige Kinderbuch auf diesem Blog :-)


Allgemeines


"Zwischen Steppe und Sternenhimmel: Pferdeabenteuer aus aller Welt" erschien 2014 im Alwis Verlag und hat 98 Seiten. Die Illustrationen stammen von Sandra Mahn. Für 13 EUR bekommt man ein Handcoverbuch mit Lesezeichen und Poster.

Der Verlag gibt als Zielgruppe 5- 12 Jahre an, was ich aufgrund der einfachen Sprache und der Thematik bestätigen kann. Da die Schrift mittelmäßig groß ist, könnte das Buch für Leseanfänger nicht einfach werden. Aber Vorlesen ist auch schön :-)

 

Der Inhalt im Groben


Das Buch enthält 8 Geschichten, die zwischen 7 und 16 Seiten lang sind. Sie spielen in unterscheidlichen Teilen der Welt. Die Protagonisten wirken ca. 10 Jahre alt.

Bei allen Geschichten stehen die Themen Freundschaft und Umgang mit dem Pferd im Vordergrund. Auch Freiheit spielt eine wichtige Rolle. Die Figuren erleben viel und kommunizieren miteinander. Dadurch lernen sie.  Beide Teile ergänzen sich gut und ich fand's schön!

Da ich nur wenige Erfahrungen mit Pferden habe (ich habe sie gesehen, fotografiert und gestreichelt), fehlte mir manchmal das Wissen und ich hatte das Gefühl, dass vieles selbstverständlich war, was ich nicht wusste. Ich denke, dass Kinder das anders wahrnehmen und damit kein Problem haben.

Meine Favoriten 


[ev. Spoiler]

Wüstenrennen: Der Text spielt in einem Emirat und beschreibt die Beziehung eines jungen Stallknechts zu einem problematischen Pferd. Der Jungen ist der einzige, der Zugang zum Hengst findet und darf ihn für ein Pferderennen trainieren. In einem spannenden Finale muss sich der Junge entscheiden, ob er den Hengst antreibt, um zu gewinnen und dabei eine Verletzung riskiert. Oder ob er zum Wohle des Pferdes entscheidet. Die Geschichte handelt von Güte, aber auch von Anerkennung. Es ist ein Märchen, das bewusst kein perfektes Happy End hat.

Kesselflicker: Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie handelt von einem Mädchen der "Zigeuner", das von den anderen Kindern (und Erwachsenen) gehänselt wird und wegläuft. Am Ende erkennt sie, wie wichtig ihre Familie ist. Der Text führt Kinder gut an das Thema heran und zeigt, dass man andere nicht hänseln sollte, denn sie leisten gute Arbeit und sind Menschen. Und dass es wichtig ist, was die Vertrauten sagen.

Stierkämpfer: Der Text handelt von der Tochter eines Rinderzüchters, die mit ihrem Vater ein neues Pferd zum Schutz und zur Leitung der Herde kaufen möchte (Vaquero). Sie lernt dabei u.a. Carlos kennen und reitet mit ihm aus. Dabei gibt es eine aufregende Begegnung mit ihrem Tuch. Die Geschichte ist abenteuerlich und zeigt, dass Freiheit sehr schön sein kann.


Schreibstil


Ich kann's nicht erklären, aber der Schreibstil ist so, wie man es aus Kinderbüchern kennt: personal, erklärend, die Vornamen werden oft genannt. Es gibt nur wenige Sätze, die ich kompliziert fand.

Fazit


"Zwischen Steppe und Sternenhimmel" ist ein vielseitiges Buch mit tollen Zeichnungen und einem schönen Flair. Es ist gut zum Lesen und Vorlesen.

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